Zu den fakultativen Kompetenznachweisen zählen alle Nachweise zu freiwilligen Projekten, Arbeitsgemeinschaften, dem Künstlerischen Abschluss, Praktika usw. 

Der Künstlerische Abschluss liegt in Klasse 12.

Den Schülern können für ihren Rückblick folgende Fragen an die Hand gegeben werden.

  • Welche Aufgabe(n) habe ich neben meiner Jahresarbeit beim Künstlerischen Abschluss übernommen (Mitarbeit bei Klassenkameraden, organisatorische Hilfe, Plakatgestaltung, Programmgestaltung, handwerkliche Arbeiten, ect.)?
  • Was gab es dabei alles zu bedenken?
  • Wie bin ich mit dem Zeitmanagement zurecht gekommen?
  • Wie selbstständig habe ich gearbeitet?
  • Welche schon vorhandenen Fertigkeiten und Kenntnisse konnte ich gut einsetzen?
  • Wie lange konnte ich durcharbeiten? Wie gut klappte die Zusammenarbeit mit den Klassenkameraden? Welchen künstlerischen Part habe ich bei der Eurythmieaufführung übernommen?
  • Welche schon vorhandenen Fertigkeiten und Kenntnisse konnte ich gut einsetzen?
  • Was musste ich (lange) üben, bis ich es beherrschen konnte?
  • Welche Erfahrungen habe ich mit der Darstellung auf der großen Bühne gemacht?
  • Welche Bedeutung hat der Künstlerische Abschluss für mich? 
  • (Christiane Schulte-Stumpf)

Projektbeschreibung


Zum spezifischen Schulabschluss der Waldorfschule am Ende der 12ten Klasse gehören die Jahresarbeit und der Künstlerische Abschluss. Letzterer bildet den Höhepunkt der Schullaufbahn für jede(n) Schüler(in) und umfasst zusammen mit der mündlichen Darstellung der Jahresarbeiten insgesamt fünf Tage. Am ersten Tag zeigen die Schüler/innen in Veranstaltungen am Nachmittag und am Abend einerseits künstlerische Beiträge aus ihren Jahresarbeiten und andererseits als Klassengemeinschaft Ausschnitte aus den Fächern Sport, Musik, Deutsch und Fremdsprachen. Die Beiträge stammen aus den Bereichen Tanz, Gesang, Rezitation, Theater oder Bewegung und wurden entweder im Unterricht oder als freie AG in Eigeninitiative von den Schülern erarbeitet. Der zweite Tag gehört in einer Matinee vor allem der Präsentation der Jahresarbeiten und wird durch kleinere künstlerische Beiträge ergänzt. Anforderungen Die im Zusammenhang mit dem Künstlerischen Abschluss notwendigen Schlüsselqualifikationen sind Teamgeist, Einsatzbereitschaft, Kreativität, Durchhaltevermögen und Ehrgeiz. Die Schüler/innen müssen in hohem Maße Eigeninitiative entwickeln und Verantwortung übernehmen. So liegt in ihren Händen die Erstellung eines Programmheftes, die Gestaltung des Plakates, die Vorbereitung der Bühne, die Einrichtung der Beleuchtung und die Organisation eines reibungslosen Ablaufes bei den Veranstaltungen. Ebenfalls zu den Aufgaben der Schüler/innen gehört es, die Gäste in den Ausstellungsräumenandendrei Tagenzubegrüßen,undeinBüfettfürdie Pause auszurichten.Während der Öffnungszeiten der Ausstellung haben die Schüler/innen Präsenzpflicht, um den Besuchern für Fragen über ihre Jahresarbeit zur Verfügung zu stehen. Bei der Bühnenpräsentation aus der eigenen Jahresarbeit wird eine gründliche und qualitativ gut vorbereitete Darbietung erwartet sowie die Bereitschaft, den Mitschülern bei deren Beiträgen zu helfen. Bei Gruppenvorführungen kommt es vor allem auf die Koordination der Einzelaktionen zu einem Gesamtkunstwerk an, was von den Schülern Geistesgegenwart und eine komplexe Wahrnehmung verlangt. Insgesamt ist somit der Künstlerische Abschluss eineHerausforderung an die Schüler/innen, ihre Fähigkeitzu beweisen, als erwachsene junge Menschen verantwortungsbewusst und effektiv handeln zu können.

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Projektbeschreibung:

Die Schülerzeitung YGGDRASIL erscheint drei Mal jährlich in einer Stärke von ca. 60 Seiten und einer Auflage von 1000 Exemplaren.

Die Redaktionsmitglieder nehmen eingehende Artikel und Vorschläge entgegen, tippen handgeschriebene Vorlagen in den PC, kontrollieren die Rechtschreibung und Zeichensetzung, und bringen den Artikel in eine zeitungsgemäße Seitengestaltung. Die Schülerzeitung finanziert sich selbst, so dass die Beschaffung von Geldern durch Werbekunden ein weiteres Aufgabenfeld der Schüler ist. Daneben erstellt die Redaktion zum Weihnachtsbazar ein Fotojahrbuch in einer Auflage von 120 Exemplaren, das von den Schülern in Spiralbindung gebunden wird. Die Arbeit in der Redaktion erfordert Geduld, technisches Verständnis, Offenheit im Umgang mit Menschen, Verantwortungsgefühl und Rechtsempfinden sowie Rechtschreibsicherheit, Stilempfinden und graphisches Geschick.

A. Scharpey

Projektbeschreibung:

Der Schülerrat der Rudolf Steiner Schule Bochum setzt sich aus Schülern aller Oberstufenklassen zusammen. Jeder engagierte Schüler hat das Recht am Schülerrat teilzunehmen.

Zu den Aufgaben des Schülerrates gehört es, die an die Oberstufenschüler eingehende Post zu verwalten, Informationen an die Klassen weiterzugeben, Anträge und Nachfragen aus den Klassen zu bearbeiten und an die entsprechenden Gremien weiterzuleiten, die Wahl des Vertrauenslehrers einzuleiten und das Wahlergebnis zu ermitteln sowie die Belange der Schüler im Schulparlament zu vertreten. Der Schülerrat kann für Oberstufenversammlungen bis zu drei Hauptunterrichte pro Jahr beanspruchen. Über die Inhalte berät der Schülerrat mit den Oberstufenschülern. Vertreter des Schülerrates können Mitglied des Schulparlamentes werden und dem Vorbereitungskreis des Schulparlamentes beitreten. Der Schülerrat tagt jede Woche an einem bestimmten Tag von 13.30 bis 14.00 Uhr. Die Arbeit im Schülerrat erfordert Geduld, Taktgefühl, Aufgeschlossenheit, Verbundenheit zu Aufgaben und Menschen und Übung im Umgang mit bürokratischen Strukturen.

A. Scharpey

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Projektbeschreibung:

An der Rudolf Steiner Schule Bochum wird die Beleuchtung für Theaterstücke und andere Veranstaltungen von Schülern eingerichtet. Die Schüler erledigen die Arbeiten in ihrer Freizeit. Das Aufgabenfeld umfasst für eine Theateraufführung in der Regel das Einrichten der Scheinwerfer, das Einprogrammieren der Beleuchtungsvorstellungen in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und das Beleuchten der Hauptund Generalproben sowie aller Vorstellungen. Das Beleuchten einer Eurythmieaufführung stellt eine andere Herausforderung dar, da die Farben anders gemischt werden und die Beleuchtungswechsel oft sehr schnell erfolgen. Daneben fallen regelmäßig Aufräum- und Wartungsarbeiten an. Außerdem haben einige Beleuchter auch die Bedienung des Tonmischpultes und das Aussteuern von Musik in einem Seminar erlernt. Die Arbeit in der Beleuchtung erfordert Flexibilität, Teamfähigkeit, Geduld, Stressfestigkeit, Einfühlungsvermögen und technisches Geschick und Sinn für künstlerische Prozesse.

A. Scharpey

Projektbeschreibung:

An der Waldorfschule hat die Orchesterarbeit eine besondere Stellung und ist deshalb fester Bestandteil des Lehrplans. Die Schüler besuchen ab der sechsten Klasse eines der Schulorchester. Sie haben je nach Instrument die Wahl zwischen Blasorchester, Streichorchester, Leierorchester, Gitarrenorchester oder Chor. Die Orchesterarbeit fördert in besonderem Maße breit gefächerte Kompetenzen. Ein Instrument zu erlernen gehört zu den schwierigsten menschlichen Leistungen überhaupt und ist ohne Ausdauer, Fleiß und Disziplin nicht zu schaffen. Wer Dur und Moll übt, Allegro und Andante, Triolen und Siebenachtel-Rhythmen, trainiert gleichzeitig Gehör, Körperwahrnehmung, Reaktionsschnelligkeit, Intelligenz und Feinmotorik. Das Zusammenspiel in der Orchesterarbeit fördert und schult vielfältige soziale Fähigkeiten, wie Teamfähigkeit, Verantwortung für das eigene Spielen zu übernehmen, zugleich aber sich in ein größeres Ganzes einzuordnen, "taktvoll" zu sein, sich emotional auszudrücken, sich aber dennoch dem Rahmen der in Komposition enthaltenen musikalischen Emotion unterzuordnen. Musik zu machen ist ein sinnliches Erlebnis, es fördert das Selbstvertrauen, die Wahrnehmung, Konzentration und Gedächtnis.

A. Scharpey

Projektbeschreibung:

Auslandsaufenthalte sind in der Oberstufe der Rudolf Steiner Schule Bochum vorgesehen und erwünscht. Dabei hat der Schüler die Möglichkeit, in einem fremden Land als Aupair oder Praktikant tätig zu sein, einen Sprachkurs zu besuchen, an einem Schüleraustausch teilzunehmen oder als Gastschüler für längere Zeit eine Schule zu besuchen. Dieser Auslandsaufenthalt wird von dem Schüler selbst organisiert, wobei die Suche nach einer geeigneten Schule oder einem Praktikumplatz sich in der Regel aufwendig gestaltet. Gegebenenfalls muss eine geeignete Unterkunft oder Gastfamilie gefunden werden. Zur Vorbereitung müssen Bewerbungsunterlagen erstellt werden, wie Bewerbungsschreiben, Anträge, Zeugnisse, Reverenzen und Reisedokumente. Je nach Art des Aufenthaltes muss der Schüler sich um die Organisation seines Tagesablaufes kümmern und die Anforderungen und Bedürfnisse des täglichen Lebens meistern. Nach seiner Rückkehr berichtet er in der Klasse von seinen Auslandserfahrungen und schreibt gegebenenfalls einen Bericht. Neben der Sprache des Gastlandes lernt der Schüler, sich in einem fremden Land und in einer fremden Kultur zurecht zu finden, entwickelt Sensibilität und Verständnis für Menschen anderer Nationen und trägt so zur Völkerverständigung bei. Der Schüler gewinnt an Selbstvertrauen, Offenheit und Selbstständigkeit. Er lernt Ängste zu überwinden und übernimmt Verantwortung für seine jeweiligen Aufgaben. Außerdem soll der Auslandsaufenthalt dazu motivieren, die fremdsprachlichen Kenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

Arbeitsergebnis der Tagung vom 05.02.08 Bohle, de Vries, Andreae-Fritze, Schulte-Stumpf, Neumer

Projektbeschreibung:

Zum Lehrplan der Rudolf Steiner Schule Bochum gehört in einem Teil der Klas-sen die Beschäftigung mit der russischen Sprache und Kultur. Einerseits sollen die Schüler eine Weltsprache kennenlernen, welche Qualitäten aufweist, die den üblichen Schulfremdsprachen teilweise fremd sind, andererseits machen sich die Schüler mit einem Sprach- und Kulturraum bekannt, der sie im Sinne des interkulturellen Lernens dazu veranlasst, ihre eigenen Alltagserfahrungen und Meinungen in Teilbereichen zu hinterfragen und ihr eigenes Land mit sei-ner Lebensweise, seinen Werten und Normen mit anderen Augen zu sehen. Im Idealfall findet in der 11. Klasse ein Schüleraustausch mit unserer Partner-schule Nr.19 in Donezk, Ukraine statt, um – neben dem direkten und intensiven Erleben der russischen Sprache im Alltag – einen authentischen Einblick in die Vielfalt der Lebensmöglichkeiten im russischsprachigen Raum zu erhalten und zur Selbstreflexion anzuregen. Dies wird dadurch gefördert, dass die Schüler in Gastfamilien untergebracht sind und am Alltagsleben ihrer Gastgeber teilnehmen, was ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen erfordert.

Während zunächst im März 2007 13 Schüler/innen und 2 Lehrerinnen der Do-nezker Schule in Bochum zu Gast waren, reisten die Bochumer Schüler/innen im September für zwei Wochen in ihre Partnerstadt, um das gemeinsame, von der gemeinnützigen Stiftung West-Östliche Begegnungen (WOEB) in Berlin geförderte Projekt „Perspektiven Jugendlicher in Deutschland und in der Ukraine unter besonderer Berücksichtigung geschichtlicher Aspekte“ zum Abschluss zu bringen und sich mit eigenen Augen ein Bild vom Alltags- und Schulleben in Donezk zu machen. Neben einer Vielzahl mit dem Projekt verbundener Aktivitäten zur Informati-onssammlung (u. a. Unterrichtshospitationen in allen Klassenstufen der Part-nerschule, Besuche im dortigen Arbeitsamt und an der Hochschule für Touris-mus) stand auch ein Besuch im Bochumer Haus sowie eine Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeitern auf dem Programm. Die Ergebnisse der Recherchen wurden in einer Sammlung von Aufsätzen zu den einzelnen Aspekten dokumentiert und im Rahmen eines Abschlussabends vor der Schulgemeinschaft und interessierten Fremden präsentiert.

 

 

Projektbeschreibung:

Am Ende der 12. Klasse ist im Lehrplan der Rudolf Steiner Schule eine Studienfahrt nach Griechenland vorgesehen. Hierbei werden von den Schülern verschiedene Themenbereiche bearbeitet.

Philosophie:

Während der ersten drei Tage erarbeiten sich die Schüler philosophische Texte. Hierbei können sie sich am Ende ihrer Schulzeit aus einer philosophischen Sicht mit dem Menschenbild auseinandersetzen und so für ihre eigenen Wertvorstellungen mögliche Leitlinien erhalten.

Mythologie:

Anhand von ausgewählten Texten aus der griechischen Mythologie bereiten die Schüler Referate vor, mit denen sie ihren Mitschülern den Mythos vorstellen und herausarbeiten, wie die darin vorkommenden grundlegenden Bilder und Symbole als die menschliche Seele bestimmt habende, archaische Motive zu interpretieren sind.

Kulturgeschichte:

Die Schüler bereiten Referate vor, in denen sie die zu besuchenden historischen Orte in ihrer Bedeutung in der Antike vorstellen. Zeichnen: Die Schüler fertigen im Verlauf der Fahrt zehn Zeichnungen an, die bestimmte Aspekte, wie beispielsweise die Perspektive oder die Betonung bestimmter Details, zum Schwerpunkt haben. Neben der Schulung von zeichnerischen Fähigkeiten hilft das Zeichnen den Schülern bei der exakten Betrachtung.

Zusammenleben:

Während der Fahrt zelten die Schüler in Zeltgruppen und kochen in Kochgruppen mit einem Haushaltsetat von 5 Euro pro Person und Tag. Hierbei werden besonders die soziale Kompetenz und die Kommunikationsfähigkeit gefördert. Die Klasse 12a besuchte die Kulturstätten Olympia (Ausgrabungsstätte und Museum), Mykene, Epidauros, Korinth (Ausgrabungsstätte und Museum), Athen (Akropolis und Nationalmuseum), Delphi und die Meteoraklöster.